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Zirkelstein und Kaiserkrone – Sagen

Sage Rübezahls Zähne

Der Berggeist Rübezahl soll einmal vom Riesengebirge herübergekommen sein und mit dem Kopf gegen einen Felsen gerannt – der zersprang in den Großen und den Kleinen Zschirnstein. Rübezahl verlor dabei zwei Zähne: Der Augenzahn ist der Zirkelstein, der Backenzahn die Kaiserkrone. Im Zahngrund bei Schandau soll er seine Schmerzen gekühlt haben, und die rötlichen Adern im Gestein stammen angeblich von seinem Blut. Ehrlicherweise: Rübezahl ist eigentlich im Riesengebirge zu Hause. Der Sagensammler Alfred Meiche schrieb schon 1894, ein Lohmener Schuster habe ihn 1842 in die Sächsische Schweiz „einschmuggeln“ wollen – die Einheimischen hätten den Schwindel abgelehnt. Eine schöne Geschichte ist es trotzdem.

Sage Die Pest und die Lobetänze

Unterhalb von Zirkelstein und Kaiserkrone liegt Reinhardtsdorf. Die Sage erzählt, der Ort habe früher Fichtendorf geheißen – daran erinnere noch der Gasthof „Zu den drei Fichten“. Dann kam die Pest und raffte ihn ganz dahin; auch Stolzenhain am Fuchsbach bei Cunnersdorf ging damals unter. Als das Sterben endlich vorbei war, feierte man in der oberen Sächsischen Schweiz ein Dankfest, und davon sollen die alten „Lobetänze“ kommen.

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Stand: 09/2026

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