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Malerweg

Der Malerweg ist ein Rundweg von 116 Kilometern in acht Etappen mit rund 3.600 Höhenmetern: von Pirna-Liebethal rechts der Elbe bis Schmilka an der Grenze, dann links der Elbe über Gohrisch, Königstein und Weißig zurück nach Pirna. Er folgt den Wegen, auf denen im 18. und 19. Jahrhundert die Maler der Romantik unterwegs waren – Adrian Zingg, Caspar David Friedrich, Ludwig Richter und viele andere. 2007 wurde er zum „schönsten Wanderweg Deutschlands“ gewählt.

Wie der Weg entstand

Schon Mitte des 18. Jahrhunderts hielt Johann Alexander Thiele Elbtal und Felsen im Bild fest. 1766 kamen die Schweizer Adrian Zingg und Anton Graff an die Dresdner Kunstakademie; das Gebirge erinnerte sie an ihre Heimat, und so sprachen sie von der „Sächsischen Schweiz“ – vorher hieß die Gegend Meißner Hochland. Reisende und Maler zogen danach auf einem festen „Fremdenweg“ durch die Felsen – ihm folgen die Etappen rechts der Elbe bis heute in weiten Teilen. Mit dem Bau der Eisenbahn geriet dieser Weg in Vergessenheit. 2006 wurde er als Malerweg neu markiert, mit den Etappen links der Elbe ergänzt und zum Rundweg geschlossen.

Die acht Etappen

Etappe 1: Pirna-Liebethal – Stadt Wehlen, 11,5 km, leicht, mit Liebethaler Grund, Wagner-Denkmal und Uttewalder Felsentor. Etappe 2: Stadt Wehlen – Hohnstein, 10,9 km, mit Bastei, Amselgrund, Hockstein und Wolfsschlucht. Etappe 3: Hohnstein – Altendorf, 14 km, mit Brandaussicht und Brandstufen. Etappe 4: Altendorf – Neumannmühle, 18,3 km, mit Schrammsteinen, Lichtenhainer Wasserfall und Kuhstall. Etappe 5: Neumannmühle – Schmilka, 13,6 km, über Arnstein und Großen Winterberg. Etappe 6: Schmilka – Kurort Gohrisch, 17,3 km, mit Kaiserkrone, Zirkelstein und Papststein. Etappe 7: Kurort Gohrisch – Weißig, 16,6 km, über Pfaffenstein, Festung Königstein und Schloss Thürmsdorf. Etappe 8: Weißig – Pirna, 13,8 km, über den Rauenstein, am Robert-Sterl-Haus vorbei zum Canalettohaus in Pirna.

Bildtafeln am Weg

Seit 2012 stehen an 18 Stellen am Malerweg Tafeln mit Bildern, die genau dort entstanden sind – auf Deutsch, Tschechisch und Englisch. Sie können also das alte Bild neben den heutigen Blick halten: Ludwig Richters „Ottowalder Felsenthor“ im Uttewalder Grund, die Bastei mit dem Neurathener Felsentor, Hohnstein, den Lichtenhainer Wasserfall, die Festung Königstein oder Canalettos Blick auf Pirna mit dem Sonnenstein. Eigene Skizzentafeln hat der Caspar-David-Friedrich-Weg bei Krippen.

Tipp der Familie Jäger

Tom und Katrin Jäger empfehlen am liebsten das Stück zwischen Weißig und Thürmsdorf, das Ende der Etappe 7 – rund vier Kilometer, gemütlich und ohne Leitern. Unterwegs liegen die Malerwegkapelle mit der Johann-Alexander-Thiele-Aussicht, von der aus Thiele die Festung Königstein malte, dann Schloss Thürmsdorf mit seinem Park, der Rosengarten und Teich hat. Und unter dem Schloss stellt ADORATIO in einem alten Gewölbe Bio-Schokolade her – mit Schokoladencafé zum Einkehren. Ein Malerweg-Stück mit Kunst, Aussicht und Genuss.

Verbindungen zu anderen Orten

Der Malerweg verbindet viele Orte, zu denen ich Geschichten kenne: die Felsenburg Neurathen an der Bastei, Burg Hohnstein, den Kuhstall mit der Burg Wildenstein, Burg Arnstein, Zirkelstein und Kaiserkrone, den Pfaffenstein mit der Barbarine, die Festung Königstein, Schloss Thürmsdorf und die Altstadt von Pirna. Der Caspar-David-Friedrich-Weg bei Krippen trifft am Wolfsberg auf den Malerweg.

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Stand: 10/2026

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