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Weitere Sagen und Geschichten
Sage Pfaffenstein – Die Barbarine
Auf dem Pfaffenstein, früher auch Jungfernstein genannt, steht die schlanke Felsnadel Barbarine. Die Sage erzählt von einem Mädchen aus Pfaffendorf, das am Sonntag lieber Heidelbeeren pflücken ging als in die Kirche. Die zornige Mutter verwünschte es – und das Mädchen wurde auf der Stelle zu Stein. Die Geschichte sollte früher ungehorsamen Kindern eine Warnung sein. Ihren Namen hat die Felsnadel, weil das Mädchen Barbara geheißen haben soll.
Sage Großer Zschirnstein – Der Mittagsspuk
Den Großen Zschirnstein soll man nicht in der Mittagsstunde bei Sonnenschein besuchen – dann geht dort ein Mittagsgeist um. Zwei junge Wanderer hörten die Mittagsglocke, und sofort heulte es im Wald, Äste krachten und Vögel kreischten; erst als es eins schlug, wurde es wieder still. Und Rübezahl soll bei diesem Berg ja schon einmal mit dem Kopf angestoßen sein.
Sage Bärensteine – Der Jungfernsprung
Als 1639 der schwedische General Banér Pirna eingenommen hatte und seine Soldaten plünderten, soll eine junge Frau vor ihnen auf den Bärenstein bei Thürmsdorf geflohen sein. In ihrer Not sprang sie in die Tiefe. Zur Erinnerung ritzte man ein Kreuz in den Fels, und die Stelle heißt seitdem Jungfernsprung.
Sage Prebischtor – Der Einsiedler Prebisch
Auf der böhmischen Seite erzählt man, unter einem großen Felsvorsprung habe einst der Einsiedler Prebisch gelebt, der von der Welt nichts wissen wollte. In einer Vision sah er den Felsen als mächtiges Tor, zu dem Menschenmassen strömten, und bat Gott, das nie erleben zu müssen. Eines Tages löste sich ein riesiger Block und erschlug ihn – und so entstand das Tor, das er nie sehen sollte.
Sage Tyssaer Wände – Der Schatz und die Felswichtel
In Tisá erzählt man, ein französischer Adliger habe in den Tyssaer Wänden einen Schatz versteckt und die Stelle nie wiedergefunden – er irrte so lange umher, bis er den Verstand verlor. Felswichtel sollen den Schatz bewachen und Schatzsucher in die Irre führen. Eine andere Sage kennt Zwerge, die unter den Felsen eine unterirdische Stadt voller Schätze bauten – die guten Menschen belohnten sie, die gierigen nicht.
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