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Burg Arnstein – Geschichte und Sagen

Die Burgruine Arnstein liegt auf einem 327 Meter hohen Berg über dem Kirnitzschtal bei Ottendorf und heißt im Volksmund „Ottendorfer Raubschloss“. Sie gehörte zu den größeren Burgen der Sächsischen Schweiz. Von der Buschmühle führt ein markierter Weg über viele Stufen und Leitern in etwa 40 Minuten hinauf.

Raubzüge und Ende

Erstmals erwähnt wird die Burg 1436, als die Berken von der Duba sie an Siegmund von Wartenberg aus Tetschen verpfändet hatten. Von hier aus wurden sächsisches Gebiet und die Handelswege der Oberlausitz überfallen; ein Gefolgsmann verschleppte sogar Bewohner aus Krippen, Schöna und Reinhardtsdorf auf die Burg. Nach einer Belagerung 1437 brannte der Arnstein ab, 1438 musste Wartenberg ihn an Sachsen verkaufen, 1451 wurde er endgültig zerstört.

Der verschwundene Schatz

Einer Sage nach wurde der letzte Raubritter auf einem Felsen südlich der Burg hingerichtet und hatte vorher einen Schatz versteckt. Bei Grabungen in der Zisterne 1987 und 1988 fand sich allerdings keiner. Zu sehen sind noch Balkenlager, Steintreppen, ein Burgverlies, die Zisterne und eine Höhle mit Felszeichnungen.

Sage Der entführte Pfarrer

Auf dem Arnstein und dem gegenüberliegenden Lorenzstein sollen zwei Burgen gestanden haben, deren Herren in ewiger Fehde lagen. Ein Ritter vom Lorenzstein entführte ein edles Fräulein, ließ nachts einen Pfarrer aus dem Bett holen und zwang ihn, die beiden zu trauen. Danach behielt er den Geistlichen noch lange auf der Burg – als Hofprediger wider Willen.

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Stand: 09/2026

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