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Schloss Moritzburg – Geschichte
Schloss Moritzburg liegt nordwestlich von Dresden auf einer Insel in einem künstlichen Teich. Aus einem Jagdhaus der Renaissance wurde unter August dem Starken ein prächtiges barockes Jagd- und Lustschloss. Bekannt ist es für seine Geweihsammlung, das Federzimmer und als Drehort von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.
Vom Jagdhaus zum Barockschloss
Herzog Moritz von Sachsen ließ 1542 bis 1546 ein Jagdhaus mit vier Rundtürmen bauen. Unter August dem Starken baute Matthäus Daniel Pöppelmann es ab 1722 oder 1723 – die Quellen weichen ab – zum Barockschloss um, mit Terrassen, Rampen und Brücken rund um die Insel. Mit Augusts Tod 1733 endeten die Arbeiten.
Federzimmer, Geweihe und Aschenbrödel
Das Prunkbett im Federzimmer ist mit etwa einer Million Federn von Pfau, Fasan, Perlhuhn und Ente bespannt; nach 19 Jahren Restaurierung ist es seit 2003 wieder zu sehen. Im Speisesaal hängt ein fast 2 Meter breites Rothirschgeweih von 19,8 Kilogramm. Die Außenaufnahmen des Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entstanden hier – 1972 oder 1973, je nach Quelle; im Winter zeigt das Schloss dazu eine Ausstellung mit Originalkostümen.
Fasanenschlösschen und Leuchtturm
Etwa 2 Kilometer östlich steht das kleine Fasanenschlösschen, im 18. Jahrhundert im chinesischen Stil ausgebaut. Dazu gehören Mole, Hafen und der einzige historische Leuchtturm Sachsens, an dem man einst Szenen einer Seeschlacht nachspielte. Bis zur Enteignung 1945 wohnten Mitglieder der Wettiner-Familie im Schloss; 1996 fanden Hobby-Archäologen im Park einige der damals vergrabenen Schatzkisten.
Stand: 09/2026
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