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Schloss Lauenstein – Geschichte
Schloss Lauenstein liegt in Altenberg-Lauenstein hoch über dem oberen Müglitztal. Aus einer mittelalterlichen Grenzburg wurde ein prächtiges Renaissanceschloss; heute beherbergt es das Osterzgebirgsmuseum. Seit 2019 gehören Schloss und Kirche zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.
Grenzburg und Bünau-Schloss
Vermutlich um 1200 als Grenzfestung gegründet, wird 1241 ein „Christianus de Lewensteine“ genannt; 1372 erklärte Kaiser Karl IV. Lauenstein zum böhmischen Lehen, mit dem Vertrag von Eger kam es 1459 an Sachsen. Von 1517 bis 1821 gehörte es der Familie von Bünau, die es zu einem prachtvollen Renaissanceschloss ausbaute. Aus der Zeit um 1600 stammen der Wappensaal mit seiner Stuckdecke und der Vogelsaal mit gemalten Vögeln und Blumen.
Besuch heute
Im Osterzgebirgsmuseum sehen Sie den Vogelsaal mit Sterngewölbe und Vogel- und Pflanzenmalereien um 1600, den Türkensaal mit Stuckdecke und den Wappensaal, dazu die gotische Schlosskapelle, einen Kerker und den Kräutergarten. Ausstellungen erzählen von der Jagd, den Postmeilensäulen, der Müglitztalbahn und dem Frauenkirchen-Baumeister George Bähr. Ein Erlebnis für Kinder ist die Falknerei im Schloss mit ihrer täglichen Flugschau.
Bücherversteck und Frauenkirche
Ab 1943 lagerten in den Kellern die wertvollsten Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg; einen Teil brachte die Rote Armee 1946 nach Sankt Petersburg, zurück kam er erst 1991. Das Museum erinnert an George Bähr, den Baumeister der Dresdner Frauenkirche, der laut Museum in Lauenstein lebte. Über die Bünaus ist Lauenstein mit Weesenstein und Kuckuckstein verbunden.
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Stand: 09/2026
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