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Schloss Kuckuckstein – Geschichte

Schloss Kuckuckstein steht über dem Städtchen Liebstadt im Osterzgebirge. Die mittelalterliche Burg wurde um 1800 im neugotischen Stil umgebaut und ist ein seltenes Denkmal der frühen Romantik – seit 2021 ein „National wertvolles Kulturdenkmal“. Seit 2018 beleben es Eigentümer aus der Region mit einem Verein wieder.

Von den Dohnas zu den Bünaus

Wann die Burg entstand, ist umstritten – die Schlossseite nennt das Jahr 930, Wikipedia hält die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts für wahrscheinlicher. In der Dohnaischen Fehde wurde sie zerstört; danach erhielten die Brüder Günther und Heinrich von Bünau Liebstadt vom Markgrafen (1406 laut Schloss, 1410 laut Wikipedia). Ab 1453 bauten die Bünaus wieder auf, zwischen 1519 und 1554 im Stil der Renaissance.

Romantik, Novalis und Napoleon

Von 1796 bis 1802 ließ Hans Georg von Carlowitz das Schloss neugotisch umbauen, mit Sonne, Mond und Sternen an den Gewölben. Unter Carl Adolf von Carlowitz wurde es ein Treffpunkt der Romantik: 1798 war der Dichter Novalis zu Gast, und um 1800 entstand eine Freimaurerloge mit geheimnisvollen Malereien. Am 9. September 1813 übernachtete Napoleon im Schloss – der Hausherr selbst stand übrigens auf der Gegenseite und trat in russische Dienste.

Zauberei und Märchenfilm

Der Name „Kuckuckstein“ taucht erst 1791 auf – woher er kommt, ist ungeklärt; im Mittelalter hieß der Kuckuck noch „Gauch“. Von 1985 bis 1994 drehte das DDR-Fernsehen hier die Sendung „Zauber auf Schloß Kuckuckstein“ mit Peter Kersten, und 2012 war das Schloss Kulisse für den Märchenfilm „Schneeweißchen und Rosenrot“.

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Stand: 09/2026

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