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Rittergut Langenhennersdorf – Geschichte

Langenhennersdorf wird 1356 als „Heinricivilla“ erstmals erwähnt und gehört seit 1999 zur Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel. In der Ortsmitte liegt das Rittergut: ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit Mansardwalmdach und älterem Kern, dazu Wirtschaftsflügel und eine Toreinfahrt. Die ganze Anlage steht unter Denkmalschutz.

Adelssitz und Grafen

Das Gut bestand schon im 16. Jahrhundert; vor 1657 baute sich Amtshauptmann von Liebenau hier einen Adelssitz. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Graf Otto Christian von Zinzendorf mit dem Gut belehnt (die Quellen nennen 1707 oder 1709). Um 1750 entstand das Schloss unter Verwendung älterer Mauern neu – wer der Bauherr war, darüber sind sich die Quellen nicht einig.

Krieg und Wechsel

1813 verwüsteten französische Truppen das Gut, der Besitzer floh, und 1818 wurde es versteigert. Im 19. Jahrhundert gehörte es der Familie Hendel. Um 1920 erwarb es ein Schweizer Fabrikant, der es 1926 an die Landesversicherungsanstalt verkaufte; in den 1950er-Jahren wurde es ein Volksgut.

Heute

Heute ist das Schloss in Privatbesitz, steht leer und ist dringend sanierungsbedürftig – der Heimatverein spricht vom „Dornröschenschlaf“. Ein Wassergraben trennt das Herrenhaus von der Straße. Besichtigen kann man es nicht, von außen lohnt der Blick aber, am besten verbunden mit dem Wasserfall im Ort.

Verbindungen zu anderen Orten

Langenhennersdorf ist enger mit Ihrem Quartier verbunden, als man denkt: Das Hammergut Neidberg war nach Langenhennersdorf eingepfarrt – belegt 1539 und noch 1930. Das Hammergut Reichstein gehörte 1764 zum Rittergut Langenhennersdorf, Brausenstein um 1800. Und schon ein Album von 1856 bis 1860 zählt den Wasserfall am Ort zu den schönsten Partien der Sächsischen Schweiz.

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Stand: 09/2026

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