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Rittergut Hermsdorf – Geschichte

Im Bielataler Ortsteil Hermsdorf liegt an der Bergstraße das ehemalige Rittergut Hermsdorf, das heute „Rittergut Bielatal“ heißt. Hermsdorf wird 1410 als „Hermansdorff“ erstmals erwähnt und wurde 1933 mit Reichstein zur Gemeinde Bielatal zusammengelegt. Die Gutsanlage steht unter Denkmalschutz; heute ist sie ein privater Ferienhof mit Pferden – bitte nur von außen ansehen.

Vom Vorwerk zum Rittergut

Im 16. Jahrhundert gehörte Hermsdorf zur Grundherrschaft des Ritterguts Cotta. 1619 wird hier ein Vorwerk genannt, also ein herrschaftlicher Wirtschaftshof – schwedische Truppen zerstörten ihn 1639 im Dreißigjährigen Krieg. Als eigenständiges Rittergut ist Hermsdorf seit 1696 belegt.

Besitzer und Herrenhaus

Zu den Besitzern zählten die Grafen von Zinzendorf sowie die Familien von Cospoth und von Seckendorff. Die Familie von Buchardi besaß das Gut im 19. Jahrhundert und ließ um 1900 den Turm anbauen. 1905 kaufte es Carl Lessing, der 1927 in Konkurs ging. 1945 wurde der letzte Besitzer enteignet, seit 1992 ist das Gut wieder in Privatbesitz.

Verbindungen zu anderen Orten

Zeitweise gehörte das Hammergut Brausenstein mit seinem bis heute erhaltenen Hochofen zum Rittergut Hermsdorf, um 1800 dann zu Langenhennersdorf. Das Hammergut Neidberg war dagegen ein landesherrlicher „Amtshammer“. Im Hauptstaatsarchiv Dresden liegt sogar eine Akte mit dem Titel „Hammergut Neidberg und Rittergut Hermsdorf“ von 1905.

Stand: 09/2026

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