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Maler der Sächsischen Schweiz

Adrian Zingg

Adrian Zingg, 1734 in St. Gallen geboren, 1816 in Leipzig gestorben, kam 1766 als Kupferstecher an die Dresdner Kunstakademie und gilt als einer der „Entdecker“ der Sächsischen Schweiz. Er zeichnete draußen in der Natur – damals neu – und hielt in den 1780er- und 1790er-Jahren Kuhstall, Winterberg, Hohnstein und viele Felsen in feinen Sepiablättern fest. Mit seinem Landsmann, dem Porträtmaler Anton Graff, soll er die Gegend „Sächsische Schweiz“ genannt haben, weil sie sich beide an ihre Heimat erinnert fühlten; bekannt gemacht hat den Namen dann der Pfarrer Wilhelm Leberecht Götzinger mit seinen Büchern. Zu Zinggs Schülern gehörten Carl August Richter und dessen Sohn Ludwig Richter.

Ludwig Richter

Ludwig Richter, 1803 in Dresden geboren und 1884 dort gestorben, war der Sohn des Zingg-Schülers Carl August Richter. Schon als junger Mann zeichnete er Ansichten der Sächsischen Schweiz – 1820 das „Ottowalder Felsenthor“ im Uttewalder Grund und die Brandaussicht. Nach Jahren in Italien war er Zeichenlehrer in Meißen und lehrte dann bis 1877 an der Dresdner Akademie. Berühmt ist seine „Überfahrt am Schreckenstein“ von 1837 im Albertinum – sie zeigt allerdings die Elbe in Böhmen. Später wurde er vor allem als Illustrator volkstümlich – mit rund 2.660 Holzschnitten für Bücher und Märchen.

Carl Gustav Carus

Carl Gustav Carus, 1789 in Leipzig geboren und 1869 in Dresden gestorben, war eigentlich Arzt – Professor für Geburtshilfe und später Leibarzt des sächsischen Königs. In seiner freien Zeit malte er und lernte dabei bei Caspar David Friedrich, mit dem er befreundet war. Um 1818 wanderten beide zum Kuhstall. Seine „Neun Briefe über Landschaftsmalerei“ sind ein wichtiges Buch der Romantik. Nach ihm heißt heute das Universitätsklinikum in Dresden.

Johan Christian Clausen Dahl

Johan Christian Clausen Dahl, 1788 in Bergen in Norwegen geboren, kam 1818 nach Dresden und blieb bis zu seinem Tod 1857. Er wurde ein enger Freund Caspar David Friedrichs, ab 1823 wohnten beide im selben Haus an der Elbe. Aus der Sächsischen Schweiz malte er den Uttewalder Grund (1819), eine „Schlucht in der Sächsischen Schweiz“ (1820) und die „Mühle im Liebethaler Grund“ (1823) – Uttewalder und Liebethaler Grund liegen an der ersten Etappe des Malerwegs. In Norwegen gilt er als Vater der Landschaftsmalerei.

Bernardo Bellotto

Bernardo Bellotto, 1722 in Venedig geboren, übernahm den Künstlernamen Canaletto von seinem Onkel. Ab 1747 war er Hofmaler Augusts III. in Dresden. 1753 bis 1755 malte er Pirna in elf großen Ansichten – den Marktplatz, die Stadt mit dem Sonnenstein –, die Originale gehören den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; das Canalettohaus am Markt ist danach benannt. 1756 bis 1758 folgten fünf große Bilder der Festung Königstein. Sie wurden bezahlt, wegen des Siebenjährigen Krieges aber wohl nie geliefert und hängen heute in London, Washington, Manchester und Knowsley Hall. Bellotto starb 1780 in Warschau.

Johann Alexander Thiele

Johann Alexander Thiele (1685–1752) steht am Anfang der Malerei in der Sächsischen Schweiz: Schon Mitte des 18. Jahrhunderts hielt er Elbtal und Felsen im Bild fest. Von einem Felsvorsprung bei Thürmsdorf malte er seinen „Prospekt der Festung Königstein“ – mit Königstein, der Festung und der Elbschleife um den Lilienstein. Diese Stelle heißt heute Johann-Alexander-Thiele-Aussicht; sie wurde 2015/2016 wieder freigeschnitten und liegt direkt an der Malerwegkapelle, am Malerweg zwischen Thürmsdorf und Weißig.

Christian Gottlob Hammer

Christian Gottlob Hammer (1779–1864) aus Dresden war Zeichner und Kupferstecher und ab 1829 Professor an der Dresdner Akademie. Seine kolorierten Radierungen „Blick von der Bastei“ (um 1825) und „Die Basteibrücke“ (um 1835) zeigen die Bastei so, wie die ersten Reisenden sie erlebten; sie liegen heute im Stadtmuseum Dresden. Goethe besuchte 1810 seine Werkstatt und sammelte seine Blätter.

Ernst Ferdinand Oehme

Ernst Ferdinand Oehme (1797–1855) aus Dresden lernte bei J. C. Dahl und kam so zur Kunst Caspar David Friedrichs. In Italien wurde Ludwig Richter sein lebenslanger Freund. Zurück in Dresden malte er mit August Heinrich im Freien, besonders in der Sächsischen Schweiz. 1846 wurde er sächsischer Hofmaler.

Robert Sterl

Robert Sterl (1867–1932) war Impressionist und Professor an der Dresdner Akademie. Er malte Musiker und Dirigenten, Landschaften und vor allem die Steinbrecher in den Sandsteinbrüchen. Von 1919 bis zu seinem Tod lebte er in seinem Haus mit Atelier in Naundorf bei Struppen. Seit 1981 ist es das Robert-Sterl-Haus mit Originalräumen, Atelier, Garten und über 200 Werken – es liegt direkt an der Etappe 8 des Malerwegs.

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