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Burg Dohna – Geschichte
Auf dem Schlossberg in Dohna an der Müglitz, zwischen Pirna und dem Osterzgebirge, stand eine der ältesten Burgen des Elbtals – Stammsitz der Burggrafen von Dohna. Heute ist nur noch ein kleiner Mauerrest erhalten, der Rundturm stammt von 1830.
Die Burggrafen
Die Burg geht auf eine slawische Befestigung zurück und erscheint 1040 erstmals in den Urkunden. Ab 1156 ist ein Burggraf von Dohna belegt; die Familie herrschte etwa 250 Jahre, unterstand direkt dem Kaiser und überwachte eine alte Handelsstraße nach Böhmen. Auch Schloss Weesenstein gehörte zu ihrer Burggrafschaft.
Die Dohnaische Fehde
Die Fehde von 1385 bis 1402 soll bei einem Adelstanz im Dresdner Rathaus begonnen haben: Burggraf Jeschke von Dohna ohrfeigte einen Herrn von Körbitz, der ihm ein Bein gestellt hatte. Als tieferer Grund gilt ein Überfall der Burggrafen auf polnische Kaufleute. Markgraf Wilhelm I. von Meißen belagerte Dohna und eroberte die Burg am 19. Juni 1402; Jeschke floh über Weesenstein und Königstein und wurde später in Ofen, dem heutigen Budapest, hingerichtet.
Verbindungen zu anderen Orten
Mit der Fehde verloren die Burggrafen ihre ganze Herrschaft an die Wettiner – Weesenstein, Kuckuckstein und die Burg Königstein waren darin verwickelt. Weesenstein übergab der Markgraf 1406 der Familie von Bünau. Dohna selbst kam zum Amt Pirna; die Burg verfiel, und die Bürger holten sich die Steine als Baumaterial.
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Stand: 09/2026
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