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Albrechtsburg Meißen – Geschichte
Die Albrechtsburg steht mit dem Dom auf dem Burgberg über der Elbe in Meißen. Sie gilt als erster Schlossbau Deutschlands – gebaut zum Wohnen und Regieren statt zur Verteidigung. Von 1710 bis 1863 arbeitete hier die erste Porzellanmanufaktur Europas.
Die Wiege Sachsens
929 gründete König Heinrich I. auf dem Burgberg die Burg Misni; ab 968 gab es einen Markgrafen von Meißen, und 1089 wurde mit Heinrich von Eilenburg erstmals ein Wettiner Markgraf – deshalb heißt Meißen „Wiege Sachsens“. Ab 1471 ließen die Brüder Ernst und Albrecht von Arnold von Westfalen das neue Schloss bauen, mit Zellengewölben und dem „Großen Wendelstein“. Den Namen Albrechtsburg trägt es seit 1676.
Porzellan statt Gold
Der Alchemist Johann Friedrich Böttger sollte für August den Starken Gold machen – stattdessen erfand er mit Ehrenfried Walther von Tschirnhaus das europäische Hartporzellan, belegt für den 15. Januar 1708. 1710 gründete August die Manufaktur und brachte sie in die leerstehende Albrechtsburg, wo das Geheimnis sicherer war. Die gekreuzten Schwerter als Marke werden seit 1731 planmäßig verwendet.
Besuch heute
Drinnen erwarten Sie der Große Wendelstein, eine kunstvolle Wendeltreppe, die berühmten Zellengewölbe und die großen Wandbilder zur sächsischen Geschichte, die elf Dresdner Akademiekünstler von 1873 bis 1885 malten. Ein HistoPad mit Augmented Reality zeigt, wie die Räume früher aussahen. Gleich nebenan steht der gotische Dom, unten in der Stadt zeigt die Porzellan-Manufaktur in ihrer Schauwerkstatt, wie Meissener Porzellan entsteht.
Verbindungen zu anderen Orten
Böttger war vor seiner Erfindung 1706 und 1707 auf der Festung Königstein festgesetzt. Meißner Porzellan findet man in Dresden in der Porzellansammlung im Zwinger und am Fürstenzug aus rund 23000 Porzellanfliesen. Von Meißen aus begann die Herrschaft der Wettiner in Sachsen.
Stand: 09/2026
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